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Wahnsinn potentiert : Rettungsfonds von 4 Billionen?

Masslos, bar jedem Sinn und Verstand, kommt nun ein weiteres Argument. Ein Europäischer Rettungsfonds mit 4 Billionen ausgestattet, würde dann alles richten. Millionen, Milliarden, Billionen, wer möchte sich schon wegen ein paar Nullen streiten? Null hat ja den inneren Wert von nichts, richtig? Kommt immer auf die erste Zahl an, würde ich da entgegnen. Sind die Ökonomen denn eigentlich komplett von allen guten Geistern verlassen? Verstehen die überhaupt noch, was die da von sich geben? Warum ist niemand bereit das Scheitern einzugestehen und dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten?
Noch vor wenigen Monaten offerierte man uns, dass der Rettungsschirm 2000 Milliarden oder auch einfach nur 2 Billionen Euro brauchen würde. Das war im Oktober, doch auch diese irrsinnig hohe Zahl, scheint bereits wieder überholt. Hier ein Artikel von NTV:

Aus 440 werden 2000 Mrd für EFSFBerlin und Paris setzen Hebel an
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Das Volumen des Euro-Rettungsschirms von gegenwärtig 440 Milliarden Euro soll durch eine ausgeklügelte Hebelwirkung auf bis zu zwei Billionen Euro ausgeweitet werden. Die Regierungen in Berlin und Paris planen Versicherungen auf Staatsanleihen kriselnder Eurostaaten, um so – rein theoretisch – noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen.[1]

Nun kommt der Chefökonom der Citigroup Willem Buiter und sagt, es muss schon ein Wenig mehr sein, 4 Billionen wären angebracht. Ich bin traurig, wütend und empört, wie hier die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder verheizt wird. Man fühlt sich wie gelähmt und ringt nach den passenden Worten, es ist wahrhaft schwierig, diese zu finden. Wie kann Politik und Wirtschaft derart schamlos sein? Ich kann es einfach nicht verstehen, egal wie sehr ich mich bemühe. Überwiegend ist bei mir die Trauer, da ich die Folgen durchaus abschätzen kann und mich schäme ein Teil dieser zerstörerischen Generation zu sein, ohne all das aufhalten zu können.

Halten wir einen Augenblick lang bei genau diesem Gedanken inne……

Nun ein Zitat aus der BAZ:

«Es braucht einen Währungsfonds mit 4000 Milliarden Euro»
Willem Buiter, Chefökonom von Citigroup und bekannt für ungeschminkte Äusserungen, hofft, dass die Eurozone Bestand hat. Und prophezeit, dass die meisten europäischen Banken verstaatlicht werden.

Viele Ökonomen sagen, die Europäische Währungsunion werde nur überleben, wenn die Länder in einer Fiskalunion verbunden sind. Glauben Sie das auch?
Ich glaube nicht, dass ich in Europa zu meinen Lebzeiten eine volle Fiskalunion sehen werde – und ich gedenke, noch lange zu leben. Es ist auch keine Transferunion notwendig. Aber wir benötigen einige wichtige Elemente, um die Währungsunion überlebensfähig zu machen: Erstens wird ein System nötig sein, in dem die Staaten untereinander für ihre Schulden bürgen. Zweitens benötigen wir eine Bankenunion: Banken dürfen nicht mehr einzelstaatlich reguliert sein, sondern müssen einer europäischen Aufsicht unterstehen, mit europäischen Standards für die Abwicklung insolventer Institute. Dazu zählt auch eine europaweite Spareinlagenversicherung. Drittens wird eine Art Europäischer Währungsfonds nötig sein, der Staaten unter die Arme greift, die in Liquiditäts- oder Solvenznot stecken. Dieser Fonds müsste eine Feuerkraft von 3000 bis 4000 Milliarden Euro zur Verfügung haben. Das sind die drei minimalen Voraussetzungen, um das langfristige Überleben der Währungsunion zu sichern.[2]

Fazit : Nahezu alle Volkswirtschaften der EU sind Zahlungsunfähig und es wird immer noch die ganz große Kugel geschoben. Dieses wird in letzter Konsequenz zu Lasten der kommenden Generationen geschehen und die Wahrscheinlichkeit, on Top noch einen Weltkrieg zu bekommen, steigt von Tag zu Tag. Es wirkt, als wäre die ganze Welt verrückt geworden. All das um die Interessen eines kleinen elitären Zirkels durchzusetzen. Werden die “Menschen” welche diesen Wahnsinn hätten stoppen können später noch in den Spiegel sehen können? Ich weiss es nicht. Soziopathen sind nicht mit normalen Menschen vergleichbar, Ihnen fehlt es am Bewusstsein für Unrecht. Wie kann man all diese Entwicklungen ertragen? Ich weiss es nicht, man muss einfach hoffen, dass all diese Pläne irgendwann in sich zusammenfallen, nach dem Gesetz der Kausalität und Aufgrund des Leichtsinns, welchen Größenwahn mit sich bringt. Möge diese Erde irgendwann ein Hort der Zuversicht und eines friedlichen Miteinanders werden. Wir sprechen nicht von einem unabänderbaren Ereignis wie einem kosmischen Ereignis wie einem Kometeneinschlag, es ist Menschgemacht und gesteuert. Ohne großes Leid wird sich das auch nicht mehr lösen lassen. Ich sehne mich nach Politikern, die bereit sind genau diesen unbequemen Wandel einzuleiten. ———————————–
Artikel auf: iknews.de



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Der Beitrag wurde am Dienstag, den 17. Januar 2012 um 15:15 Uhr veröffentlicht und wurde unter EU-Krise, Schuldenkrise, Staatsanleihen, Staatsverschuldung, Wirtschaftskrise abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst zum Ende springen und ein Kommentar hinterlassen. Pingen ist im Augenblick nicht erlaubt.

Eine Reaktion zu “Wahnsinn potentiert : Rettungsfonds von 4 Billionen?”

  1. Stefan Wehmeier

    Der Mensch lernt, indem er für das, was er richtig macht, belohnt, und für das, was er falsch macht, bestraft wird. Bei Kindern können es gute oder schlechte Schulnoten sein, bei Erwachsenen ist es in der Regel das Geld, das eine Belohnung oder Bestrafung ausdrückt. Weil aber das Geld an sich fehlerhaft ist, kann in vielen Bereichen zwischen „richtig“ und „falsch“ nicht mehr unterschieden werden und es bildet sich so etwas wie „negatives Wissen“. Es entstehen „Wissenschaften“, in denen keine Erkenntnisse mehr verbreitet werden, sondern nur noch vorgefasste Meinungen und Denkfehler. Was hält ein europäischer oder US-amerikanischer Ökonom von der fachlichen Kompetenz eines Kollegen, der an einer staatlichen Universität in Nordkorea „Ökonomie“ (Staatskapitalismus) studiert hat? Wahrscheinlich gar nichts. Er kommt aber gar nicht erst auf die Idee, dass er genauso wenig von Ökonomie versteht, auch wenn die Denkfehler, die er studiert hat, andere sind:

    http://opium-des-volkes.blogspot.com/2011/11/der-baum-des-lebens.html

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